Profil der Jugendkunstschule Magdeburg

Arbeit an der Basis

Die Jugendkunstschule Magdeburg ist eine Abteilung des Puppentheaters Magdeburg und seit 1991 ein Abenteuerspielplatz für das kreative Experimentieren mit zahlreichen künstlerischen Mitteln und Techniken.

Das Programm der Jugendkunstschule stellt ein ergänzendes Bildungsangebot im Bereich der Ästhetischen Elementarbildung und Kulturellen Bildung für Kindertagesstätten, Schulen und Berufsbildung dar. Es richtet sich auch an Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien, die nach einem schöpferischen und selbstbestimmten künstlerischen Lernort in der Freizeit suchen. Ein besonderer Tätigkeitsbereich der Jugendkunstschule ist die Projektarbeit mit Schulklassen aller Schulformen und jüngeren Kindergruppen. Sie findet regelmäßig in einem großen Umfang in den Werkstätten der Jugendkunstschule statt und bindet Künstler der Region in die Arbeit ein. Ziel dieser Arbeit ist es, die kreativen Fähigkeiten und Kräfte der Kinder und Jugendlichen zu wecken. Die künstlerisch-gestalterische Arbeit fördert Begabungen, handwerkliche Fertigkeiten und Konzentration, sowie eine kommunikative Verhaltensweise und Teamarbeit. Die Jugendkunstschularbeit ist ein besonderer Teil der kulturellen Jugendbildung, der durch Achtung, Vertrauen und Sensibilität getragen wird. Für interessierte Menschen bietet die Jugendkunstschule Begegnungen mit den unterschiedlichsten Gruppen sowie Fortbildungen, Informationen, Kontakte und Wertschätzung.

Arbeit mit Künstlern

Die bestehende und stetig erweiterte Zusammenarbeit mit ausgebildeten und anerkannten Künstler*innen lässt die Jugendkunstschule zu einem sozialen Bindeglied zwischen Kindern aller Gesellschaftsschichten und handwerklich versierten, inspirierenden Künstler*innen werden.

Arbeit mit dem Individuum

Die Jugendkunstschule Magdeburg hat sich der Bildung und Förderung kreativer Ausdrucksmöglichkeiten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsener verschrieben. Wichtig ist es den Kunstpädagog*innen, die Lebenswelt der Kinder aufzugreifen und ihnen eine spielerische Reflektion und Verarbeitung dieser zu ermöglichen. Gleichzeitig lernen die Kinder, ihre handwerklichen Fähigkeiten zu entwickeln, um hierdurch auch Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und dadurch Selbstvertrauen aufzubauen.

In der Jugendkunstschulstudie „JUART“ der Universitäten Kassel und Marburg, an der Herr Züchner, bekannt aus der PISA-Studie mitwirkte, werden die positiven Bildungswirkungen der Jugendkunstschulen auf ihre Teilnehmer nachgewiesen.

Die Forschungsergebnisse zeigen: „Neben den technischen Fähigkeiten – dem künstlerischen „Know-how“, welches vermittelt wird – stärken die künstlerischen Angebote auch das soziale Selbstkonzept der Probanden und haben einen positiven Einfluss auf die Selbstwahrnehmung sowie auf die Reflexions- und Kritikfähigkeit.“

Diese Studie kann als Basis für die Notwendigkeit von Jugendkunstschulen als wichtiger Teil der Kulturellen Bildung unserer Gesellschaft dienen.

Arbeit mit Kunst

  • Traditionelle Techniken
  • Naturstudium
  • Grafik
  • Malerei
  • Drucken
  • Plastik (Keramik, Gips, Holz, Metall, Stein)
  • Moderne Medien / Kunst / Multimedia
  • Streetart (Graffiti, miniart, tape art)
  • Handyfotografie
  • Filme: stopmotion
  • Illustration/Comic
  • Fotografie für Erwachsene

Arbeit mit Auszubildenden

Eine besondere Bildungsarbeit in die Zukunft leistet die Jugendkunstschule insbesondere auch bei Jugendlichen während ihres Schülerpraktikums. Des Weiteren hat die Jugendkunstschule durch die Praktika von Hochschulstudenten Teil an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen (Kunst/Medien/Sozial und Kindheitswissenschaften) und deren Anwendungen. (Jährlich: ca. 2 Hochschulpraktikant*innen und ca. 6 Schülerpraktikant*innen)

FSJ – ein freiwilliges kulturelles Jahr bei uns

Seit 2017 bieten wir eine Stelle als freiwilliges kulturelles Jahr bei uns an.